Steckbrief +-
max. Größe: 6,0-12,0cm
6,0-12,0cm
Haltung: einfach
Zucht: mittel
Wassertemp.: 22-30 °C
Wasserwerte: PH: 7,5-8,5 pH
GH: <20 °dH
KH: <15 °dGH

Allgemeines

Die Hühnerhaltung im Garten liegt im Trend. Sogar in der Stadt auf größeren Balkonen sind die Tiere mittlerweile anzutreffen. Vom einfachen Haushuhn, über seltene Zwergrassen bis hin zu den Perlhühnern, die gefiederten Hühnervögel erfreuen sich großer Beliebtheit. Es sind intelligente, soziale Tiere, die sich perfekt anpassen und noch dazu gibt es regelmäßig gratis Eier.

Die Idylle wird jedoch manchmal getrübt. Vor allem dann, wenn sich die Tiere in den frühen Morgenstunden lautstark bemerkbar machen und die Nachbarn noch schlafen möchten. Streit ist dann in den meisten Fällen vorprogrammiert.

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Gelbe Perlhuhnschnecke
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Über solche Streitigkeiten müssen sich Aquarianer keine Gedanken machen. Sie halten ihre Hühner im Aquarium. Ganz ohne Lärm bereiten die attraktiven Tiere viel Freude. Hühner im Aquarium klingt wie ein schlechter Scherz, oder? Zugegeben, es handelt sich nicht um Hühner, sondern um Schnecken. Genau genommen um die Perlhuhnschnecke, die sich aber vor den weitaus größeren Perlhühnern nicht verstecken muss.

Kurzporträt

Die Perlhuhnschnecke, Tylomelania patriarchalis, stammt aus Indonesien. Die Schnecke hat ein dunkelbraunes oder schwarzes Gehäuse mit 13 Umgängen. Auffallend ist die gleichmäßige Skulpturierung und der runde Deckel, der kleiner als die Gehäuseöffnung ist. Die Spitze des Gehäuses ist heller und porös.

Aber warum hat die Tylomelania patriarchalis den deutschen Namen Perlhuhnschnecke bekommen? Der Grund dafür ist, dass die Schnecke große Ähnlichkeit mit einem Perlhuhn hat. Der Körper der Tylomelania patriarchalis ist nämlich schwarz mit weißen Punkten wie beim Hühnervogel.

Verstecken muss sich die imposante Schnecke aber trotzdem nicht. Perlhuhnschnecken sind hübsch und aktiv. Wer diese Schnecken im Aquarium pflegt, hat immer viel zu beobachten. Schon deshalb, weil die Tiere mit einer Länge von zehn bis zwölf Zentimetern nicht zu übersehen sind. Aber auch, weil sich die Perlhuhnschnecke im Vergleich zu anderen Turmdeckelschnecken nicht in den Bodengrund eingräbt, sondern ihn auf Futtersuche nur durchwühlt.

Die Schnecke ist abends aktiver, aber dennoch auch tagsüber unterwegs. Und für eine Schnecke ist sie ganz schön schnell im Aquarium unterwegs.

Mit einer Größe von sechs Zentimeter bleibt die Gelbe Perlhuhnschnecke, Tylomelania sp., etwas kleiner als die Schwarze, aber vor ihrer großen Verwandten muss sie sich dennoch nicht verstecken. Eine wunderschöne Turmdeckelschnecke aus Indonesien, bei der das braune Gehäuse einen herrlichen Kontrast zu dem leuchtend gelben Körper bildet.

Historisches und Wissenswertes

Es gibt nur wenige Informationen über die Tylomelania sp., was wirklich schade ist. Es ist unerklärlich, warum über die Schnecke so wenig geschrieben wird. Zum Glück gibt es sehr engagierte Aquarianer und Züchter, die sich intensiv mit der Tylomelania sp. beschäftigen. Ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung verdanken wir, dass die Gelbe Perlhuhnschnecke kein unbeschriebenes Blatt mehr ist.

So wissen wir, dass die Gelbe Perlhuhnschnecke unkompliziert und problemlos im Aquarium gehalten werden kann. Die Windungen des turmförmigen Gehäuse sind gewölbt und deutlich voneinander abgesetzt.

gelbe_perlhuhnschnecke_tylomelania_sp_im_aquarium

Die Jungschnecken sind bei der Geburt ungefähr fünf Millimeter groß. Sie haben aber bereits den gelben Körper wie die adulten Schnecken.

Atmung

Die Tylomelania sp. und die Tylomelania patriarchalis atmen mit Kiemen.

Das optimale Aquarium

Ob kleiner wie die Gelbe Perlhunhnschnecke oder größer wie die Tylomelania patriarchalis, die Tiere haben immer Hunger und sind ständig auf Nahrungssuche. Mit einer Geschwindigkeit, die man von Schnecken gar nicht erwarten würde, durchwühlen sie das Bodensubstrat nach Futterresten.

Deshalb ist es wichtig, dass das Substrat weich ist. Entweder wird Sand verwendet oder feiner Kies.

Schöner Kontrast

Weißer Sand bildet einen schönen Kontrast zum schwarzen Gehäuse.

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weißer Aquariensand

Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 80 Zentimeter haben, für die kleinere gelbe Perlhuhnschnecke reicht bereits eine Länge von 60 Zentimetern.

An die Einrichtung des Beckens stellen die Schnecken keine hohen Ansprüche, aber sie freuen sich über Abwechslung. Neben den Wasserpflanzen sollten Steine und Wurzeln vorhanden sein. Die Schnecken weiden diese gerne ab.

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Steine als Plateau
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Futter gegen Pflanzenfressen

Die Schnecken lassen die Wasserpflanzen in Ruhe, vorausgesetzt sie bekommen reichlich Futter. Bei Hunger vergreifen sich die Schnecken an den Pflanzen.

Bei der Beckengestaltung ist Zurückhaltung angesagt. Das Aquarium sollte eher minimalistisch gestaltet werden. Die Schnecke, vor allem die Tylomelania patriarchalis, erreicht doch eine beachtliche Körpergröße, kann jedoch nicht rückwärts kriechen.

Ihr Fuß ist eher klein und plump, deshalb ist sie nicht sehr geschickt beim Wenden. Klemmt sich die Schnecke zwischen Steinen oder Wurzeln ein, ist das ihr sicheres Todesurteil.

fuss_gelbe_perlhuhnschnecke

Wasserwerte

Die Schnecken sind sehr anpassungsfähig. In ihrer ursprünglichen Heimat leben sie in speziellen Gewässern. Das Wasser in den Seen ist sehr warm und hat einen hohen pH-Wert.

Im Aquarium sollte die Temperatur 22 bis 30 Grad Celsius betragen. Dann noch ein pH-Wert von 7,5 bis 8,5, eine Gesamthärte von bis zu 20°dgH sowie eine Karbonhärte von bis 15°dKH und die Untermieter fühlen sich richtig wohl und sind fit sowie aktiv.

wärmer und härter

Die Perlhuhnschnecken nicht in zu kühlem und zu weichem Wasser halten.

Fortpflanzung

Eine Nachzucht im Aquarium ist möglich. Es lohnt sich, denn diese wunderschöne Schneckenart hat es sich verdient, erhalten zu bleiben.

Die Schnecken sind getrenntgeschlechtlich und legen keine Eier, da sie lebendgebärend sind.

Äußerlich kann man weibliche und männliche Schnecken nicht voneinander unterscheiden. Für die Zucht sind deshalb kleine Gruppen von sechs bis acht Schnecken notwendig. Dann ist sichergestellt, dass sowohl Männchen und Weibchen im Aquarium leben.

Eine zu große Schneckenpopulation ist nicht zu befürchten, da alle vier bis sechs Wochen nur ein Jungtier entlassen wird.

Fehl- und Totgeburten

Fehl- und Totgeburten treten bei der Perlhuhnschnecke trotz idealer Haltungsbedingungen leider öfters auf.

Ernährung und Futter

Feinschmecker sind die Perlhuhnschnecken nicht. Frei nach dem Motto: „Hauptsache Futter“ sind sie ständig auf der Suche nach Algen, abgestorbenen Pflanzenteilen und Futterresten.

Gerne fressen sie auch braunes Laub und Frostfutter. Proteinfutter sollte regelmäßig angeboten werden, damit die Schnecken ein gesundes Gehäuse ausbilden können.

Für die Jungschnecken empfiehlt sich Staubfutter.

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Staubfutter
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Vergesellschaftung

Eine Vergesellschaftung mit friedliebenden Fischen ist gut möglich, genauso wie mit anderen friedlichen Wasserschnecken.

Eine besonders harmonische Wohngemeinschaft entsteht mit Sulawesigarnelen aus denselben Seen Indonesiens.

Ein friedliches Zusammenleben mit Krebsen ist nicht möglich. Krebse finden Perlhuhnschnecken unwiderstehlich. Aber nicht wegen ihres attraktiven Aussehens, sondern weil die Schnecken eine Delikatesse für die Krebse sind.

Erkrankungen

Die Schnecke ist robust, spezielle Erkrankungen sind nicht bekannt. Bei optimalen Haltungsbedingungen wird die Schnecke vier bis fünf Jahre alt.

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Aquarianer, die den imposanten Schnecken ein neues Zuhause geben möchte, können die Tiere ohne Bedenken online bestellen. Tier- und artgerecht verpackt erreichen die kleinen Schleimer ihr Ziel.

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Expertentipp

Perlhuhnschnecken sind beim Umsetzen in das Aquarium stressanfälliger als andere Schnecken. Es ist wichtig, die Tiere langsam an das Aquariumwasser zu gewöhnen. Die Akklimationszeit kann durchaus einige Stunden dauern.

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