Der Bodengrund im Aquarium

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Allgemeines zum Aquarium Bodengrund

Damit es Pflanzen und Fischen im Aquarium gut geht, kommt es unter anderem auf den richtigen Bodengrund an. Wer hat nicht gerne ein Aquarium, in dem prachtvolle, gesunde Fische schwimmen und sich zudem eine herrliche Pflanzenpracht entwickelt?

Damit die Pflanzen allerdings gut wachsen und gedeihen können, benötigen sie ausreichend Nährstoffe, was ein optimaler Bodengrund bietet. Zudem suchen Fische, die am Boden leben, ihre Nahrung darin und legen zum Teil auch ihre Eier im Bodengrund ab. Des Weiteren vermehren sich auch die für die Wasserqualität wichtige Bakterien in ihm und ganz nebenbei dient er als aufwertende, optische Ergänzung im Aquarium.

In diesem Artikel werden die Gründe für einen Bodengrund im Aquarium dargestellt, verschiedene Vor- und Nachteilen vorgestellt sowie weitere Informationen zum Aufbau und der Handhabung des Bodengrunds gegeben.

Wann und wozu brauche ich einen Bodengrund im Aquarium?

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Ein Bodengrund im Aquarium bietet viele Vorteile. Gerade für die Wasserpflanzen, aber auch zum Teil für die Fischwelt, ist er in vielen Becken ein grundlegender Bestandteil. In folgendem Abschnitt wird aufgezeigt, wann ein Bodengrund im Aquarium Sinn macht.

Übersicht der Vorteile des Bodengrunds

Das spricht aus Pflanzensicht für einen Bodengrund:

  • wichtige, sauerstoffbedürftige (aerobe) Bakterien gedeihen im Bodengrund, welche die Pflanzen in ihrem Wachstum unterstützen
  • Er bietet den Pflanzenwurzeln einen guten Halt
  • Pflanzen werden konstant mit allen für sie notwendigen Nährstoffen versorgt
  • Kalium, CO2, Nitrat, Eisen und Phosphat wird vom Bodengrund abgegeben. All dies würden Pflanzen ebenso auch in ihrer natürlichen Umgebung finden.
  • Die Nährstoffe versorgen die Pflanzenwurzeln optimal wodurch neue Wurzeln entstehen

Hierbei ist zu beachten, dass nicht jeder Bodengrund alle Punkte erfüllt.

⇒Mehr zur Wahl des richtigen Bodengrunds findet ihr im Abschnitt “Welchen Bodengrund im Aquarium verwenden”

Das spricht aus Fischsicht für einen Bodengrund:

  • Er bietet Fischen eine naturgetreue Umgebung
  • Der Bodengrund dient ihnen als Versteckmöglichkeit
  • Bodennahe Fische können darin wühlen
  • Der Bodengrund hilft die Wasserwerte zu verbessern, was Fische ebenfalls dankbar annehmen

Auch hier ist die richtige Bodengrundwahl entscheidend.

⇒Weiteres dazu unter “Welchen Bodengrund im Aquarium verwenden”

Der Bodengrund zur Filterunterstützung

Ein richtig zusammen gesetzter Bodengrund dient aufgrund der ständigen Zirkulation des Wassers als Unterstützung des Aquarienfilters!
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Wasserzirkulation im Aquarium Bodengrund

Übersicht der Nachteile des Bodengrunds

Hier ist der Bodengrund von Nachteil:

  • Eine Reinigung des Aquariums ist aufwendiger und benötigt mehr Zeit, als ohne Bodengrund
  • In den meisten Zuchtbecken macht ein Bodengrund wenig Sinn. Hier erfolgt eine sehr regelmäßige Reinigung, welcher ein Bodengrund nur im Weg wäre.

Welche Arten von Bodengrund fürs Aquarium gibt es?

Der Bodengrund im Aquarium wird in verschiedene Kategorien unterteilt, welche unterschiedliche Eigenschaften haben.

Die Bodengrundarten

  • Sand
  • Kies
  • Nährboden

Dies dient uns für alles Weitere als Grundlage. Im Folgenden werden verschiedene Bodengründe vorgestellt und erklärt, was bei der Auswahl beachtet werden muss.

Sand

Alle Partikel, die eine Körnung unter 2 mm haben, werden als Sand definiert.

Allerdings ist Sand als Bodengrund unter den Aquarianern oft verpönt. Durch seine sehr feine Struktur setzt er sich eng zusammen.

Durch dieses Verdichten kann keine Wasserzirkulation mehr stattfinden, was zur für Aquarienbewohner hochgiften und tödlichen Faulschlammbildung führen kann.

Quarzsand und Granitsand

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geschliffener Aquarien Granitsand

Es gibt allerdings auch Aquarien, in denen Sand sinnvoll eingesetzt werden kann. Wird Sand fürs Aquarium verwendet, so muss auf einen speziellen Quarz- oder Granitsand zurückgegriffen werden.

Ein sehr guter Granitsand ist beispielsweise der in verschiedenen Farben erhältliche Sansibar von JBL. Dieser ist geschliffen, wodurch er eine runde Struktur hat.

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scharfkantiger Sand

Es gibt auch scharfkantigen Quarz- und Granitsand, der allerdings für das Aquarium ungeeignet ist. Hintergrund hierfür ist, dass sich empfindliche, am Boden lebende Fische an den scharfen Kanten leicht verletzen können. Ebenso neigt die raue Struktur dazu, sich noch mehr zu verdichten, was verhindert werden muss.

Vorbereitung Aquariensand

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Auswaschen von Aquariensand

Wichtig ist, dass der Aquariensand vor dem Einsatz gut durchgewaschen und im optimalen Fall sogar abgekocht wird.

Hierfür verwendet man am besten einen Eimer und einen Gartenschlauch. Während das Wasser im Eimer überläuft, wird der Sand durchgeknetet. Hierdurch wird Schmutz mit dem überlaufenden Wasser mit ausgewaschen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann der Quarzsand bzw. Granitsand vor dem Gebrauch zusätzlich abgekocht werden. Hierfür eignen sich sowohl alte Töpfe sowie beispielsweise auch ein alter Einkochautomat.

Kein Korallensand, kalkhaltiger Sand oder Spielsand

Korallensand oder kalkhaltiger Sand sollten in einem Süßwasseraquarium keine Verwendung finden. Diese Sandarten machen das Wasser hart und bringen zu viel Kalk in das Aquarium.

Der Kalk schadet den Aquarienbewohnern, welche weiches Wasser gewohnt sind. Ebenso darf im Aquarium auch kein Spielsand oder Bausand verwendet werden.

Kies

Alle Partikel, die eine Körnung über 2 mm haben, werden als Kies definiert.

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Aquarienkies

Kies wird im Bereich der Aquaristik oftmals als Bodengrund genutzt. Dabei wird ein Kies gewählt, der einen guten Wasserdurchlass bietet.

Aquarienkies gibt es in Körnungen von 0,8mm bis 3mm Größe. (Hier ist erkennbar, dass verschiedene Hersteller unterschiedliche Bezeichnungen nutzen. Die einen sprechen bei einer 0,8 mm Körnung von sehr feinem Kies, die anderen nennen es Sand.)

Wichtig ist: Welche Körnung gewählt wird ist immer auch von den Aquarienbewohnern abhängig.

Am Boden lebende Bewohner, bevorzugen beispielsweise feinere Sorten, um ihr Futter besser finden zu können.

Für Gesellschaftsbecken nutzt man in der Regel eine Körnung von 2-3 mm. Hierfür eignet sich beispielsweise das von mir gerne verwendete Manado von JBL, welches in verschiedenen Farben erhältlich ist und als natürlicher Bodengrund die Bodenflora aktiviert.

Kies-Körnung im Gesellschaftsbecken

Für Gesellschaftsbecken nutzt man eine Kies-Körnung von 2-3 mm. Beispielsweise das Manado von JBL, ist hierbei sinnvoll.
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Vorbereitung Aquarienkies

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Auswaschen von Aquarienkies

Wichtig ist, dass auch das Aquarienkies vor dem Einsatz gut durch gewaschen wird. Auch hier verwendet man am besten einen Eimer und einen Gartenschlauch.

Während das Wasser im Einer überläuft, wird das Kies durchgeknetet, wodurch der Schmutz mit dem überlaufenden Wasser mit ausgewaschen wird.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann das Kies vor dem Einsatz zusätzlich abgekocht werden. Hierfür eignen sich ebenfalls alte Töpfe oder auch ein alter Einkochautomat.

Keinen Zierkies verwenden

Normaler Kies oder Zierkies ist nicht geeignet. Die eng aufeinander liegenden Schichten gewähren keine Wasserdurchlässigkeit. Hierdurch findet keine optimale Versorgung für Pflanzen statt. Ebenso besteht hierdurch die Gefahr der Faulschlammbildung.

Nährboden, bzw. Depotboden als Bodengrund im Aquarium

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Nährboden Proflora AquaBasis Plus

Oftmals stellt einen das richtige Düngen des Aquariums vor eine große Herausforderung. Flüssigdünger sind hierbei eine Möglichkeit. Allerdings ist bei Flüssigdünger nicht kontrollierbar, wann der Dünger aufgebraucht ist und somit nachgedüngt werden sollte.

Es ist somit fraglich, ob es ausreichend ist, wenn wöchentlich mit Flüssigdünger gedüngt wird.

Was jedoch klar ist: eine ausreichende Düngung ist für das Wachstum der Pflanzen unerlässlich!

Wichtig ist, dass der Nährboden auf keinen Fall vor Gebrauch gewaschen wird. In ihm enthaltende Nährstoffe werden sonst ausgeschwemmt!

Versorgung mit Dünger

Der Einsatz von Spezialnährböden gewährleistet der Pflanzenwelt hingegen eine lange und konstante Versorgung mit Dünger.

Gerade viel bepflanzte Becken und empfindliche Pflanzenarten profitieren von dieser Art der Nährstoffversorgung.

Veränderung des Wassers in seinem Härtegrad

Die „aktiven“ Bodengrundarten schaffen es zudem, das Aquariumwasser positiv zu verändern. Das Wasser wird durch einen aktiven Nährboden weicher und entspricht eher den Gegebenheiten, die Bewohner in ihrer eigentlichen Heimat vorfinden.

Tipp: Man kann sich dies vorstellen, wie bei einem Eierkocher oder Wasserkocher. Die weißen Flecken zeigen den Kalkgehalt und lassen somit die Härte des Wassers erkennen. Der Nährboden schafft es, den Kalk im Aquarium zu reduzieren und den Fischen somit ein angenehmeres Leben in weicherem Wasser zu ermöglichen.

Wahl des richtigen Nährbodens

Nährboden ProScape PlantSoil

Beim Nährboden stehen verschiedene Produkte wie Langzeitnährbodenmischungen, verschiedene Vulkangesteine sowie spezielle gebrannte Ton- bzw. Lehmkugeln zur Verfügung.

Wichtig ist, dass das Produkt genügend wichtige Nährstoffe enthält und zu den Gegebenheiten passt.

Bei der Wahl zwischen diesen Nährböden kommt es auf den späteren Einsatz an. Soll das Pflanzenwachstum zusätzlich mit Hilfe eines Bodenfluters unterstütz werden, so benötigt ihr einen Nährboden, der eine Wasserzirkulation im Bodengrund zulässt.

Hierfür eignet sich beispielsweise der in verschiedenen Farben erhältliche ProScape PlantSoil aus dem Hause JBL, welchen ich regelmäßig verwende.

Dieser Nährboden besteht aus doppelt gebrannter Erde und versorgt das Aquarium vollständig mit Nährstoffen.

Zudem hat der ProScape PlantSoil eine wasserenthärtende Wirkung, was den Aquarienbewohnern zu Gute kommt.

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Habt ihr euch gegen einen Bodenfluter entschieden, so könnt ihr ebenso einen Nährboden ohne strukturierte Bestandteile verwenden.

Hierfür eignet sich beispielsweise der von mir ebenfalls verwendete Proflora AquaBasis Plus, welcher ebenfalls aus dem Hause JBL kommt.

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Ob eine solche aktive Nährbodenschicht benötigt wird, hängt von den verwendeten Pflanzenarten ab. Pflanzen, die unempfindlich sind, können auch ohne einen Nährboden gedeihen. Auch pflegeleichte Fische sind nicht auf eine solche Schicht angewiesen.

Ungeeignete Nährböden

Altbekannte organische Materialien (Lehm, Torf, Blumenerde) dürfen auf keinen Fall Bestandteil des Bodengrundes sein!

Sie faulen sehr schnell, bilden Faulschlamm und werden durch den hierdurch entstehenden Schwefelwasserstoff hochgiftig und lebensgefährlich für alle Aquarium Bewohner!

Zudem kommt es zur Wassertrübung und Algen entstehen. Diese Materialien gehören NICHT in ein Aquarium!

Welchen Bodengrund im Aquarium verwenden?

Kies, Sand und Nährstoffboden – die Vor- und Nachteile im Überblick

Einsatz von feinem Aquariumsand

Vorteile:

  • Da Sand wenig durchlässig ist, schaffen es Pflanzen- und Futterreste, sowie Ausscheidungen nicht sich im Sand abzusetzen
  • Der Einsatz von Sand ist sinnvoll, wenn viele Bodenbewohner, wie Panzerwelse, Krebse oder Garnelen, im Aquarium leben.
    • Sie haben die Möglichkeit mit ihren Barteln am Boden zu wühlen
    •  Sie finden das Futter besser, da es auf der feinen Körnung oben liegen bleibt
  • Es ist nicht notwendig den Sand im Aquarium zu wechseln. Regelmäßige Reinigungen mit Hilfe von Mulmsaugern (Bodengrundreinigern) ist ausreichend

Nachteile:

  • Sand als Medium ist nicht wasserdurchlässig und durchlüftet schlecht. Aerobe, wichtige Bakterien können sich hierdurch nicht ansiedeln und Pflanzen wachsen schlecht!
  • Es kann ausschließlich geschliffener Quarzsand verwendet werden
  • Zudem kann sich auch hier (wie bei organischen Materialien) Faulschwamm entwickeln. Dabei entstehender Schwefelwasserstoff ist hochgiftig und lebensbedrohlich für alle Aquarienbewohner

Einsatz von Aquariumkies

Vorteile:

  • Die grobe Körnung (2-3 mm im Gesellschaftsbecken) ermöglicht eine gute Durchlüftung und Wasserdurchlässigkeit
  • Nährstoffe gelangen schnell zu den Pflanzen und fördern hierdurch ihr Wachstum
  • Nitrobacter Bakterien können entstehen
  • Auch Kies muss nicht komplett erneuert werden. Auch hierzu genügt eine regelmäßige Reinigung mit dem Mulmsauger.

Die Nitrobacter

Nitrobacter sind Bakterien, die in Böden, im Meer und im Süßwasser zu finden sind. Sie helfen das, sich im Aquarium befindliche, Nitrit in ungefährliches Nitrat umzuwandeln.

Nachteile:

  • Die grobe Körnung ermöglicht gleichzeitig, dass sich Abfallprodukte, wie Kot, Futter- oder Pflanzenreste im Kies ansammeln
  • Am bodenlebende Fische (Welse, Kebse) haben Schwierigkeiten in zu grobem Kies ihr Futter zu erwischen, da es in die Spalten fällt.

Einsatz von Nährboden

Vorteile:

  • In ihm enthaltene Nähstoffe werden langsam herausgelöst und hierdurch an das Aquarienwasser abgegeben
  • Der Nährboden schafft es, das Aquarienwasser weicher zu machen und somit den natürlichen Heimatbedingungen der Fische anzupassen
  • Enthält Calcium, Kalium, Eisen, Magnesium, Silikat, Kohlenstoff, Stickstoff und Aluminium

Nachteile:

  • Der aktive Bodengrund muss stets arbeiten und ist irgendwann „erschöpft“
  • Er muss nach einer gewissen Zeit (ca. alle 1-3 Jahre) gewechselt werden, da er nicht unendlich Nährstoffe abgeben kann

Hilfe für den Bodengrund

Je härter das Aquarienwasser ist, desto mehr aktive Arbeit muss der Nährboden leisten. Zudem kommt es darauf an, wie viele Pflanzen er ernähren muss.

Aktive Unterstützung bei der Kalkreduzierung kann ihm zum Beispiel durch den Einsatz von weicherem Aquarienwasser gegeben werden. Hierfür eignet sich beispielsweise eine Osmoseanlage.

Aufbau des Aquarium Bodengrunds

1. Bodenfluter

Zu Beginn sollte man sich überlegen, ob man unter der ersten Schicht einen Bodenfluter (Bodenheizung) einbaut.

Durch seinen Einsatz steigt Wärme auf und das Wasser kommt in Bewegung. Dadurch werden Nährstoffe aus dem Untergrund zu den Pflanzen transportiert.

Durch diese Wasserzirkulation im Bodengrund werden Ablagerungen vermieden, sowie die Filterwirkung erhöht.

Soll ein Bodenfluter verwendet werden, so wird zuerst die Heizleitung in Schlagen auf dem sauberen Aquarienboden verlegt.

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2. Nährstoffschicht bzw. Depotboden

Wer sich für eine Nährstoffschicht entscheidet, schichtet diese als erstes ganz unten bzw. falls vorhanden direkt über dem Bodenfluter ein.

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Nach dem Einbringen des Nährbodens empfiehlt es sich einen Bodenaktivator aufzubringen. Dieser unterstützt die Einfahrphase des neuen Bodengrunds.

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3. Die Deckschicht

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Zum Schluss kommt die eigentliche Bodenschicht. Diese besteht aus Sand oder Kies.

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Welche Körung dabei gewählt wird ist stark abhängig von den Aquarienbewohnern.

Attraktive Deckschicht wählen

Die richtige Deckschicht macht das Aquarium zu einem Blickfang!

4. Wasser in das Aquarium einfüllen

Zum Schluss wird Wasser in das Aquarium eingelassen. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Deckschicht nicht aufgewirbelt wird.

Um das Aufwirbeln zu verhindern, legt man einen Teller in das Aquarium, auf den man das Wasser einschüttet.

Hierbei wird das Wasser langsam eingeschüttet, bis der Wasserstand im Aquarium über den Tellerrand reicht. Der Teller bleibt jedoch bis zum vollständigen Befüllen im Aquarium.

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Der Aquarienfilter wird jedoch erst in Betrieb genommen, wenn das Wasser klar ist und sich alle Partikel abgesetzt haben.

5. Einsatz von Pflanzen und Fischen

Nun kann das Aquarium mit Pflanzen gestaltet werden. Anschließend können auch die Aquarienbewohner einziehen.

Weitere Angaben zur Bodenschicht

Die Bodenschicht im Aquarium sollte insgesamt mindestens 10 cm betragen.

Sie kann von vorne nach hinten ansteigend aufgeschüttet werden. Kleine Gebirge oder Sanddünen können aufgebaut und schöne Landschaften geschaffen werden.

Auch wenn unterschiedliche Bodengrundmaterialien in einem Becken genutzt werden, bleibt eins wichtig: Bitte nicht untereinander mischen!

Achtung: Es kann vorkommen, dass sich das Aquarienwasser erst einmal kurzzeitig trüb färbt. Ursache dafür ist der Nährboden. Dies ist nicht weiter schlimm.

Allerdings wird der Filter im Becken sicherheitshalber erst eingeschaltet, wenn sich alle Partikel am Bodengrund abgelegt haben. Hierdurch wird eine Verunreinigung der Filtermedien verhindert.

Fazit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Aquarium einzurichten. Auch bei der Wahl des Bodengrunds hat man somit Auswahlmöglichkeiten, die auf verschiedene Aquarienbewohner angepasst werden können.

Das A und O bei der Einrichtung eines neuen Aquariums ist und bleibt, dass gleich zu Beginn alle wichtigen Faktoren, wozu auch ein geeigneter Bodengrund gehört, berücksichtigt werden.

So hat man direkt ein gut funktionierendes, durchdachtes Aquarium und muss nicht im Nachhinein, wenn alle Aquarienbewohner ihren Platz bereits eingenommen haben, Änderungen vornehmen.

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