Allgemeines

Mit Süßwassergarnelen, Atyidae, der Gattung Caridina zieht eine unglaubliche Vielfalt in das Aquarium ein. Immerhin gibt es knapp 300 Arten der kleinwüchsigen Garnelen. Da krabbeln so bekannte Tierchen wie die Bienengarnelen, so attraktive Garnelen wie die Tigergarnelen oder so exzellente Algenfresser wie die Amanogarnelen durch das Becken.

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schwarz weiße Bienengarnele

Manchmal sind sie neugierig, manchmal beeindrucken sie mit ihren Kletterkünsten und manchmal sind sie lebhafte Schwimmer. Auf jeden Fall sind Garnelen dieser Gattung farbenprächtige, friedliebende und attraktive Gesellen, die eine Bereicherung in jedem Aquarium sind.

Die Garnelen im Kurzporträt

In der großen Familie der Caridina sind viele verschiedene farbenprächtige Garnelen vertreten. Obwohl jeder Garnelenliebhaber seine Tiere als die attraktivsten Garnelen bezeichnet, gibt es doch die eine oder andere Garnele, die noch ein bisschen schöner und interessanter ist.

Zu den hübschesten Garnelen zählen ganz sicher die Red-Bee-Garnelen sowie die strahlend blauen Blue Bolt-Garnelen aus der Gruppe der Taiwan Bees.

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Schöne Red Bee Garnele

Nicht zu vergessen, auch die Familie der Tigergarnelen muss sich nicht verstecken. Mit der Goldenen Tigergarnele befindet sich beispielsweise ein besonderes Highlight im Aquarium.

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Tigergarnele auf Steinen

Spannend ist die Haltung der liebenswerten Caridina Garnelen auf jeden Fall. Es gibt die pflegeleichten, robusten Garnelen, die keine allzu großen Anforderungen an die Wasserwerte stellen und deshalb gerne als Anfängergarnelen bezeichnet werden. Dann gibt es auch Garnelen, die in erfahrene Garnelenliebhaberhände gehören und etwas mehr Pflege und Fachwissen benötigen.

Für Anfänger geeignet ist zum Beispiel die Amanogarnele. Sie verzeiht Temperaturschwankungen und verträgt Wasserwerte zwischen 10 und 30 Grad Celsius. Dazu ist sie noch ein fleißiges Helferlein, denn sie verspeist mit Begeisterung Algen und hilft dadurch mit, das Aquarium sauber zu halten.

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Wer sich gerne Herausforderungen stellt und über Fachwissen verfügt, der verliert sein Aquarianerherz zum Beispiel an die Blue Bolt Garnelen, die zwar wunderschön, aber nicht ganz einfach zu pflegen sind. Diese Garnelen reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen und auf Keime im Aquarium.

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Artgerechter Umgang

Auch wenn immer wieder über Anfängergarnelen und einfache Haltung geschrieben wird, etwas Pflege sowie Verständnis für die kleinen Krabbler und eine artgerechte Haltung brauchen alle Garnelen.

Die Körpergröße variiert und beträgt je nach Garnelenart 1,5 bis 7 Zentimeter. Auch bei der Lebenserwartung gibt es eine große Spannweite. Einige Garnelen werden nur 18 Monate alt, andere wiederum erreichen ein fast biblisches Alter von acht bis zehn Jahren.

Das perfekte Aquarium

Die natürliche Heimat der Caridina Zwerggarnelen sind oft Weichwasserbiotope in China. Deshalb behaupten sogar Experten, dass alle Caridina im Aquarium weiches Wasser benötigen. Ganz stimmt dies jedoch nicht, denn es gibt Arten aus der Gruppe der Caridina, die sich nicht auf weiches Wasser beschränken. Dazu gehört die bereits erwähnte Amanogarnele.

Die Aquarienwahl

Ein Gemeinschaftsbecken hat einen ganz besonderen Reiz und präsentiert perfekt die bunte Unterwasserwelt. Dennoch kommen die Garnelen in einem Artbecken am besten zur Geltung.

Viele Zwerggarnelen können im Nanobecken gehalten werden. Es ist immer wieder zu lesen, dass bereits ein Aquarium ab 10 Liter Fassungsvermögen ausreichend ist. Dieser Aussage muss allerdings widersprochen werden.

Zwerggarnelen aus der Gattung Caridina sind keine Einzelgänger und müssen daher immer in Gruppen von mindestens zehn Tieren gehalten werden. Schon deshalb ist ein etwas größeres Aquarium von Vorteil.

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Gruppe blauer Tigergarnelen

Zu empfehlen sind Becken ab 25 Liter, besser wären Aquarien mit einem Fassungsvermögen von 30 Liter. Wer züchtet, braucht dementsprechend größere Becken und soll eine Vergesellschaftung mit Fischen stattfinden, muss natürlich auch das Aquarium größer sein.

Zur Innendekoration eines Caridina Aquariums gehören ein feines Bodensubstrat, feinfiedrige Wasserpflanzen, Moos sowie Versteckmöglichkeiten für die Garnelen. Bei der Auswahl darf der Aquarianer nach persönlichen Vorlieben entscheiden. Ob Wurzeln, Steine oder Höhlen ist den Aquariumbewohnern ziemlich egal. Hauptsache sie können sich verstecken, was besonders während des Häutungsprozesses sehr wichtig ist.

Die Wasserwerte

Pauschal können keine Angaben bezüglich der Wasserwerte gemacht werden. Jede Garnele aus der Gattung Caridina stellt spezielle Ansprüche an die Temperatur und die Wasserparameter. Die Schwankungsbreite liegt zwischen 18 und 30 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte möglich unter 7 liegen. Optimal für die Weichwassergarnelen ist ein Wert von 5,5 bis 6,5, also im leicht sauren Bereich. Gut ist eine Gesamthärte im Bereich von 5 bis 6°dGH und eine Karbonhärte von 0 bis 1°dKH.

Garnelen, die weiches Wasser bevorzugen, werden von vielen Aquarianern auf aktivem Soil gepflegt. Falls der Soil noch dazu dunkel ist, erstrahlt die Farbe der Winzlinge im Aquarium noch intensiver.

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Eine Ausnahme bilden nicht nur die Amanogarnelen, sondern auch die Tigergarnelen, die etwas härteres Wasser ebenso gut vertragen.

Die Fortpflanzung

Damit es mit der Fortpflanzung klappt und eine erfolgreiche Zucht gelingt, müssen die Wasserwerte stimmen. Das Aquariumwasser muss sauerstoffreich und keimarm sein.

Der überwiegende Teil der Caridina gehört dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an. Die Tragezeit variiert je nach Garnelenart, beträgt jedoch im Durchschnitt ungefähr drei bis vier Wochen. Nach dieser Zeit entlässt die weibliche Garnele zwischen 10 und 50 vollkommen selbstständige und fertig entwickelte Junggarnelen.

Der große Vorteil des spezialisierten Fortpflanzungstypus ist, dass die Zucht nicht allzu schwer ist, weil kein Brackwasser für die Larvenentwicklung erforderlich ist. Die Entwicklung der Larven findet in den Eiern statt, die bei diesem Fortpflanzungstyp relativ groß sind.

Ernährung und Futter

Caridina Garnelen sind Allesfresser und nicht besonders wählerisch. Großartige Menüs oder Spezialitäten müssen nicht auf dem Speiseplan stehen. Die Garnelen ernähren sich von Algen, Pflanzenresten und wie in ihrer natürlichen Umgebung von Laub, das sie mit Begeisterung knabbern.

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Braunes Herbstlaub

Im Aquarium kann ein- bis zweimal pro Woche spezielles Garnelenproteinfutter zugefüttert werden. Aber nur in kleinen Mengen, denn zu viel Eiweiß verursacht Häutungsschwierigkeiten, die nicht selten den frühen Tod der munteren Wasserbewohner bedeuten.

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Proteinfutter

Die Vergesellschaftung
Ein altes Sprichwort sagt: „Gleich und Gleich gesellt sich gern“, und das gilt auch für die Caridina Garnelen, die sich im Artbecken wohlfühlen.

Soll es dennoch ein Gesellschaftsbecken sein, dann bilden die kleinen Bewohner eine harmonische Wohngemeinschaft mit Schnecken, beispielsweise mit der attraktiven Geweihschnecke.

Ein gutes Zusammenleben funktioniert auch mit friedliebenden Fischen, etwa mit Welsen. Es muss aber betont werden, dass eine Zucht nur dann gelingt, wenn keine Fische im Aquarium leben. Selbst der friedliebenste Fisch betrachtet den Nachwuchs als Delikatesse und die Babygarnelen haben keine Überlebenschance.

Großarmgarnelen und Zwergkrebse werden nie eine gute Nachbarschaft mit den Zwerggarnelen eingehen, denn sie betrachten die Tierchen als Futterquelle. Die Vergesellschaftung mit Flusskrebsen ist jedoch möglich.

Erkrankungen

Artspezifische Erkrankungen sind nicht bekannt. Eine zu proteinreiche Nahrung führt wie bereits erwähnt zu Häutungsproblemen. Falls zu viele Keime im Aquariumwasser sind, kann es zu bakteriellen Infektionen kommen. Umso wichtiger sind regelmäßige Teilwasserwechsel.

Caridina Garnelen online kaufen

Die robusten Tierchen können online gekauft werden. Gut verpackt erreichen sie nach kurzer Zeit ihr neues Zuhause. Den Transportweg überstehen sie ohne Beeinträchtigungen.

Nach der Ankunft dürfen die Garnelen nicht sofort in das Aquarium gegeben werden. Aquarianer brauchen Geduld und müssen die kleinen Gesellen langsam an die Temperatur und an die Wasserparameter gewöhnen lassen. Dieser Vorgang kann durchaus zwei bis drei Stunden dauern.

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Expertentipp

Bei uns in Mitteleuropa kommt selten das perfekte Caridina Garnelen Aquariumwasser aus dem Wasserhahn. Die anpassungsfähigen Garnelen überleben zwar oft im Leitungswasser, aber die Fortpflanzung funktioniert nicht, denn sie wird komplett eingestellt.

Mit der Osmoseanlage kann der Aquarianer Osmosewasser herstellen und dann klappt es auch mit dem Nachwuchs.

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