Steckbrief +-
max. Größe: 3,0cm
3,0cm
Haltung: einfach
Zucht: unmöglich
Wassertemp.: 22-28 °C
Wasserwerte: PH: 7,0-8,5 pH
GH: 5-20 °dH
KH: über 3 °dGH

Allgemeines

Auf Händen, Füßen oder am Rücken, bunte Tattoos sind ein beliebter Körperschmuck. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die unterschiedlichsten Motive können in die Haut gestochen werden. Tattoos sind aber keine Erfindung unserer modernen Zeit.

Bereits vor mehr als 12.000 Jahren verzierten die Menschen ihre Körper mit Tattoos. Sogar die in Österreich gefundene Mumie, der bekannte Ötzi, war tätowiert. So wie damals übt die Tätowierung auch heute noch eine gewisse Faszination auf Menschen aus.

Faszinierend sind auch die Tattooschnecken im Aquarium, die sich mit ihren wunderschön gezeichneten Musterungen nicht verstecken müssen und so manchen menschlichen Tattoo Konkurrenz machen.

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Kurzporträt

Wie attraktiv das Gehäuse der Tattooschnecke, Neritina variegata, ist, geht schon aus den unterschiedlichen Namen, die die Schnecke hat, hervor. Die Tattooschnecke ist nämlich auch unter den Bezeichnungen O-Ring Schnecke, Batik Schnecke und Mosaik Schnecke bekannt. Alle diese Namen weisen auf die auffälligen Farben und Musterungen hin.

Die Neritina variegata wird bis zu drei Zentimeter groß und lebt in ihrer Heimat in Süß- und Brackwassermündungen kleinerer Flüsse und Bächen.

Die Farben der Häuser sind facettenreich und variieren zwischen Hell- und Dunkelbraun. Es gibt auch Gehäuse, die Goldgelb gefärbt sind. Auch bei den Musterungen gibt es Unterschiede, aber jedes einzelne Schneckenhaus hat ein wirklich attraktives Muster.

Eine Besonderheit ist, dass die Batik Schnecke im Vergleich zu den anderen Neritina-Arten keinen Hornsaum am Deckelrand hat.

Historisches

tattooschnecke_im_aquarium Alles begann mit einem Aquarium als Weihnachtsgeschenk im Jahre 1938 an einen 11-jährigen Buben. Das Geschenk sowie die zahlreichen Ausflüge mit den Eltern in die Natur weckte bei dem Jugendlichen die Liebe und Faszination für Tiere. Vor allem für solche, die in Gewässern leben.

Wer sich nicht intensiv mit der Zoologie beschäftigt, ist sicher noch nie über den Namen Ferdinand Starmühlner gestolpert. Der Wiener Zoologe lebte von 1927 bis 2006, unternahm zahlreiche Expeditionen und war an der Erforschung der Wasserschnecken beteiligt.

Ihm verdanken wir, dass auch viel über diese faszinierenden Tierchen bekannt ist. Er entdeckte viele neue Tierarten und eine Süßwasserkrabbe ist nach ihm benannt. Über die Schnecken hat er mehrere Publikationen verfasst.

Atmung

Die Tattooschnecke zählt zu den Kiemenatmern. Deshalb dürfen im Aquariumwasser keine Schadstoffe enthalten sein. Regelmäßige Wassertests sind zu empfehlen.

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Das optimale Aquarium

Wenn sich die vielfältig und wunderschön gezeichneten Tattooschnecken durch das Becken bewegen, ist das immer wieder ein toller Anblick. Als Bodensubstrat eignen sich Aquariumkies oder Sand.

Es können alle Arten von Aquariumpflanzen gepflanzt werden. Die Schnecke ist ausgesprochen friedlich, geht aber gerne auf Wanderschaft. Eine Abdeckung oder eine Schneckenschranke sind erforderlich, um die kleinen Ausbruchskünstler zu schützen.

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Schnecken Schranke

Eine kleine Gruppe an Schnecken kann bereits in einem Becken ab 30 Liter gehalten werden.

Veralgte Steine, Wurzeln und Aquarienscheiben liebt die Tattooschnecke. Mit Begeisterung weidet sie diese ab. Nichts bereitet den Schnecken mehr Freude als den Algenaufwuchs mit ihrem Mundwerk abraspeln zu können.

Keine Ausbruch möglich

Filterwatte eignet sich hervorragend, um kleine Löcher in der Abdeckung zu verschließen.

Wasserwerte

Ihre ursprüngliche Heimat ist Südostasien, Samoa, Tahiti und Neu Guinea. Die Neritina variegata ist unterschiedliche Wasserparameter gewöhnt und deshalb im Aquarium sehr anpassungsfähig.

Optimal ist eine Wassertemperatur von 22 bis 28 Grad Celsius, ein pH-Wert von 7,0 bis 8,5, eine Gesamthärte von 5 bis 20°dH und eine Karbonhärte über 3°dH.

Indikator für Wasserwerte

Fühlt sich die Tattooschnecke aufgrund der Wasserwerte nicht wohl, gräbt sie sich ein.

Fortpflanzung

Die Tattooschnecken sind getrenntgeschlechtlich, aber äußerlich sind die unterschiedlichen Geschlechtsmerkmale nicht zu unterscheiden.

Eine Vermehrung im Aquarium ist nicht möglich. Die Weibchen legen im Aquarium genauso wie in ihrer natürlichen Umgebung ihre Eikokons ab, aber in der Natur werden die Larven ins Meer getrieben.

Ernährung und Futter

Besonders wählerisch ist die Schnecke nicht. Sie ernährt sich hauptsächlich von Algen. Futterreste stehen auch auf dem Speiseplan. Die Aquariumpflanzen werden hingegen von den kleinen Aquariumbewohnern in Ruhe gelassen.

Handelsübliches Schneckenfutter sollte zugefüttert werden. Hokkaido-Sticks werden dankbar angenommen und sorgen für Abwechslung bei der Ernährung.

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Schneckenfutter

Algenmangel?

Sind wenig Algen im Aquarium, sollte Grünfutter-Mix angeboten werden.

Vergesellschaftung

vergesellschaftung_tattooschnecke_garnelen Die Schnecke kann mit friedliebenden Fischen, Garnelen, Muscheln und anderen Schnecken vergesellschaftet werden.

Keine harmonische Wohngemeinschaft entsteht mit Krebsen und Kugelfischen. Diese Tiere können der Tattooschnecke gefährlich werden.

Erkrankungen

Typische Erkrankungen sind nicht bekannt. Aber die Tattooschnecke kann wie alle anderen Tiere auch an unterschiedlichen Krankheiten leiden. Bakterien, Pilze und Viren können verschiedenste Symptome verursachen und zum Tod der Schnecke führen.

Um Parasiten zu vermeiden, ist Hygiene im Becken wichtig.

Die Tattooschnecke kann ein beachtliches Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

Tattooschnecken online kaufen

Ein Onlineversand der so schönen Batik Schnecke ist ohne Probleme möglich. Zu beachten gilt jedoch, dass die Neritina variegata alles mag, nur keine Kälte. In der kalten Jahreszeit sollte der Versand immer in einer Styroporbox und mit einem Heatpack erfolgen.

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Expertentipp

Die Schnecken mit dem Transportwasser in ein Plastikgefäß geben und über einen Zeitraum von 40 bis 50 Minuten immer wieder Aquariumwasser dazugeben. So gewöhnen sich die Tiere am besten an die neuen Wasserwerte.

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