Sauberes Aquariumwasser durch Osmoseanlage

– die Grundvoraussetzung für die Haltung von Zierfischen

Es reicht oft nicht aus, das Aquarium einfach nur mit Leitungswasser zu füllen. Auch wenn wir in Deutschland eine sehr hohe Leitungswasserqualität haben, so ist dieses Wasser nur sehr bedingt für unser Aquarium geeignet. Neben zu hohen Kalkwerten, befinden sich oftmals auch für unsere Aquarienbewohner giftige Substanzen im Leitungswasser.

Die überwachte Wasserqualität

Die hohen Überwachung unseres Leitungswassers garantiert leider nicht das wir zuhause sauberes Wasser erhalten. Der Hintergrund hierbei ist, dass die Wassermessung im Wasserwerk erfolgt. Auf dem Weg zu uns läuft das Wasser jedoch oftmals noch durch alte Leitungen, welche die Wasserqualität teils deutlich senken.

Die meisten Zierfische und Wasserpflanzen sind auf sehr sauberes Wasser und unterschiedliche Wasserwerte angewiesen. Entspricht das Wasser nicht den Ansprüchen der Aquarienbewohner, kann es passieren, dass sie nach und nach erkranken oder sogar eingehen- eine Aquarium Osmoseanlage verschafft hier Abhilfe.

Unser Leitungswasser und seine Substanzen

In unserem verfügbaren Leitungswasser kommen etwa 30.000 verschiedene Substanzen vor. Von ihnen können mehrere durchaus schädlich sein. Hierzu zählen Pestizide, Pilze, Viren und Bakterien.

Die geltenden Grenzwerte für schädliche Stoffe wie Uran, Nitrat und Nitrit im Trinkwasser sind zudem für Menschen festgelegt. Für Zierfische und andere Aquarienbewohner sind diese hingegen oftmals viel zu hoch.

Wasserfilter vs. Osmoseanlage

Gängige Wasserfilter filtern lediglich mechanisch Verunreinigungen aus dem Wasser heraus. Vielfach reicht dieser Reinigungsgrad jedoch nicht aus, da Bakterien, Kalk und auch Arzneimittelrückstände oftmals durch den Filter schlüpfen.

Erst mit dem Einsatz einer Osmoseanlage ist es möglich, bis zu 99,9 Prozent sämtlicher schädlichen Stoffe und Verunreinigungen aus dem Wasser herauszufiltern. Das gefilterte Produkt wird als Osmosewasser bezeichnet. Es hat die Reinheit, sowie den Geschmack natürlicher Quellen vorzuweisen.

wasserfilter_vs_osmoseanlage

Kommt Osmosewasser in Aquarien zum Einsatz, wird den Tieren und Pflanzen nicht nur absolut sauberes Wasser geboten, sondern es setzt sich auch kein Kalk an den Wänden ab. Dementsprechend muss der Aquarienbesitzer das Aquarium nur noch selten reinigen.

Mineralien und PH-Wert

Da das Osmosewasser sehr rein ist und leicht sauer ist, müssen ggf. Kalk oder andere Zusätze wieder zugegeben werden. Hierfür eignen sich spezielle Remineralisierer, mit welchen sich die benötigten Wasserwerte erreichen lassen

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Das Prinzip der Umkehrosmose

Jede Osmoseanlage beruht auf dem Prinzip der Umkehrosmose: Die Funktionsweise der in der Natur häufig vorkommenden Osmose wird umgekehrt, indem das Wasser in Richtung der niedrigeren Ionen-Konzentration gedrückt wird (Bewegung von der Rohwasser- zur Reinwasserseite).

Hierbei hält eine ultrafeine Membran, welche sich zwischen beiden Seiten befindet, die gelösten Stoffe wie unerwünschte Rückstände und Härtebildner auf der Ausgangsseite fest. Auf der anderen Seite kann hierdurch ausschließlich nahezu komplett reines Wasser entweichen.

Damit eine Osmoseanlage lange genug auch für größere Mengen Wasser betrieben werden kann, müssen die aufgefangenen Teilchen laufend entfernt werden. Andernfalls verstopft die Membran nach einiger Zeit. Die Ableitung des schadstoffhaltigen Abwassers geschieht aus diesem Grund kontinuierlich.

Wichtigster Bestandteil einer jeden Aquarium Osmoseanlage ist die Umkehrosmosemembran, deren Poren etwa 0,0001 Mikrometer messen. Zum Vergleich: Viren sind etwa 0,02 Mikrometer groß.

Das sollte die Aquarium Osmoseanlage können

Je besser eine Aquarium Osmoseanlage ist, umso teurer ist sie leider auch. Allerdings rentiert sich die Investition insbesondere für alle Aquarienbesitzer, die sich für die Haltung anspruchsvoller Zierfische entschieden haben. Am besten eigenen sich hierfür sogenannte Directflow Anlagen.

Die richtige Durchlaufmenge

Die notwendige Durchlaufmenge hängt im wesentlichen von der Aquariengröße ab. Gehen wir hierbei von einem normalen 30%igen Wasserwechsel aus, so empfiehlt es sich diesen innerhalb 1-2 Stunde durchführen zu können. Wir empfehlen daher.

Aquariengröße:

  • bis 50 Liter ⇒ 190l Tagesleistung
  • bis 80 Liter ⇒ 380l Tagesleistung
  • bis 100 Liter ⇒475l Tagesleistung
  • bis 200 Liter ⇒760l Tagesleistung
  • über 200 Liter ⇒2300l Tagesleistung

Übersicht geeigneter Umkehrosmoseanlagen

Grundsätzlich gilt:

  • Osmoseanlagen sollten über einen Feinfilter und einen Aktivkohlefilter verfügen, diese unterstützen die Umkehrosmosemembran was deren Lebensdauer deutlich erhöht.
  • Wie groß die Anlage sein muss, hängt vorrangig von der Größe des Aquariums ab.
  • Es sollten Dircetflow Systeme eingesetzt werden
  • Hinsichtlich der Ausstattung ist ein zyklisches Spülsystem zu bevorzugen, das automatisch funktioniert.

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Fazit

Da das Leitungswasser insbesondere bei anspruchsvolleren Aquarienbewohnern oftmals nicht den Anforderungen genügt muss das Wasser vor der Verwendung aufbereitet werden. Eine Osmoseanlage ist hierbei eine super Möglichkeit selbst nahezu reines Wasser herzustellen, welches sich im Anschluss genau auf die Bewohner abstimmen lässt.

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