Aquarium Osmoseanlage

Sauberes Wasser – die Grundvoraussetzung für die Haltung von Zierfischen

Es reicht oft nicht aus, das Aquarium einfach nur mit Leitungswasser zu füllen. Vielmehr sind die meisten Zierfische und Wasserpflanzen auf sehr sauberes Wasser und unterschiedliche Wasserwerte angewiesen. Sollte das Wasser nicht den Ansprüchen der Aquarienbewohner entsprechen, kann es passieren, dass sie nach und nach erkranken oder gar eingehen. Hier kommt dann die Aquarium Osmoseanlage ins Spiel. Im üblicherweise hierzulande verfügbaren Leitungswasser kommen etwa 30.000 verschiedene Substanzen vor, von denen mehrere durchaus schädlich sein können. Hierzu zählen unter anderem Pestizide, Pilze, Viren und Bakterien. Die geltenden Grenzwerte für schädliche Stoffe wie Uran, Nitrat und Nitrit im Trinkwasser sind für Menschen und nicht für Zierfische festgelegt. Gängige Wasserfilter, die viele Aquarienbesitzer verwenden, filtern lediglich die Verunreinigungen heraus, die durch die Haltung der Tiere und Pflanzen entstehen. Vielfach reicht dieser Reinigungsgrad aber nicht aus, und es bedarf einer Aquarium Osmoseanlage. Erst mit dieser Technik ist es möglich, bis zu 99,9 Prozent sämtlicher schädlichen Stoffe und Verunreinigungen aus dem Wasser herauszufiltern. Das gefilterte Produkt wird als Osmosewasser bezeichnet; es hat die Reinheit sowie den Geschmack natürlicher Quellen vorzuweisen. Kommt Osmosewasser in Aquarien zum Einsatz, wird den Tieren und Pflanzen nicht nur absolut sauberes Wasser geboten, sondern es kann sich auch kein Kalk an den Wänden absetzen. Dementsprechend muss der Aquarienbesitzer das Aquarium nur noch selten reinigen.

Welche Osmoseanlagen für Aquarien gibt es – und wie funktionieren sie?

Grundsätzlich sind Auftisch- und Untertisch-Anlagen in der Kategorie Aquarium Osmoseanlage zu unterscheiden. Die auf einem Tisch unterzubringende Auftisch-Anlage erfordert eine Stromversorgung und zwei Wasserbehälter: Mithilfe der integrierten elektrischen Pumpe wird das „Rohwasser“ gefiltert und auf der anderen Seite als gereinigtes Osmosewasser ausgegeben. Im Vergleich zur modernen Untertisch-Anlage arbeitet sie relativ langsam, so dass der Wasserwechsel mehrere Stunden dauert. Des weiteren benötigt sie viel Platz und ist zumeist nicht eben einfach zu handhaben. Letzteres betrifft zum Beispiel den Filterwechsel und die Reinigung des Geräts. Auch das Verhältnis des Osmosewassers zum Abwasser, welches bedingt durch die notwendige Spülung der Membrane entsteht, liegt hier in einem Bereich von 1L Osmosewasser zu 3L Abwasser bis zu 1L Osmosewasser zu 5L Abwasser. Im unteren Bild habe ich ihnen eine solche Untertischanlage zu Amazon verlinkt.

Auftisch-Osmoseanlage

Eine Untertisch-Anlage zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie unauffällig unterhalb der Spüle installiert werden kann. Dort ist sie direkt an die Wasserleitung anzuschließen. Eine elektrisch betriebene Pumpe ist in diesem Fall entbehrlich, da der üblicherweise in den Leitungen herrschende Druck (3-5 bar) ausreicht, um der Aquarium Osmoseanlage das Leitungswasser zuzuführen. Das anfallende Abwasser wird gleichfalls automatisch in die Abflussleitung überführt. Innerhalb der Gruppe der Untertisch-Anlagen gilt es nochmals zwischen der Umkehrosmose mit Direktentnahme und dem Sammeln des Osmosewassers in Wassertanks zu differenzieren. Letzteres Verfahren entspricht weitestgehend dem Prinzip der (eigentlich überholten) Auftisch-Anlagen. Problematisch wird es immer dann, wenn das Osmosewasser längere Zeit im Tank verbleibt, da sich Keime und Bakterien bilden können. Das Verhältnis von Osmosewasser zu Abwasser ist bei diesen Osmoseanlagen ähnlich dem der Auftischanlagen, bei der Verwendung eines Tankes steigt das Verhältnis jedoch mit zunehmender Tankfüllung oftmals drastisch. Hier habe ich ebenso eine entsprechende Anlage mit und ohne Tank von Amazon verlinkt

Untertisch-Osmoseanlage

Untertisch-Osmoseanlage mit Tank

Jede Osmoseanlage beruht auf dem Prinzip der Umkehrosmose: Die Funktionsweise der in der Natur häufig vorkommenden Osmose wird umgekehrt, indem das Wasser in Richtung der niedrigeren Ionen-Konzentration gedrückt wird (Bewegung von der Rohwasser- zur Reinwasserseite). Die ultrafeine Membran, die sich zwischen beiden Seiten befindet, hält die gelösten Stoffe wie unerwünschte Rückstände und Härtebildner auf der Ausgangsseite fest. Deshalb gibt es auf der anderen Seite nahezu komplett reines Wasser. Damit eine Osmoseanlage lange genug auch für größere Mengen Wasser betrieben werden kann, müssen die aufgefangenen Teilchen laufend entfernt werden – andernfalls wäre die Membran nach einiger Zeit verstopft. Die Ableitung des schadstoffhaltigen Abwassers geschieht aus diesem Grund kontinuierlich. Wichtigster Bestandteil einer jeden Aquarium Osmoseanlage ist die Umkehrosmosemembran, deren Poren etwa 0,0001 Mikrometer messen. Zum Vergleich: Viren sind etwa 0,02 Mikrometer groß. Die eigentliche Reinigungsleistung einer Osmoseanlage hängt nicht zuletzt vom Wasserdruck und von der Qualität des Trinkwassers ab.

Das sollte die Aquarium Osmoseanlage können

Je besser eine Aquarium Osmoseanlage ist, umso teurer ist sie leider auch. Allerdings rentiert sich die Investition insbesondere für alle Aquarienbesitzer, die sich für die Haltung anspruchsvoller Zierfische entschieden haben. Aus den bereits genannten Gründen sind Anlagen zu bevorzugen, die unter der Spüle anzubringen sind und ohne Tank auskommen. Grundsätzlich gilt: je kleiner die Anlage ist, umso häufiger ist der Austausch der Filter erforderlich. Zumeist wird ohnehin empfohlen, die Filter nach einem halben Jahr auszutauschen. Die meisten Osmoseanlage beinhalten einen Feinfilter und einen Aktivkohlefilter, die der Umkehrosmosemembran bereits einiges an Arbeit abnehmen. Wie groß die Anlage sein muss, hängt selbstverständlich vorrangig von der Größe des Aquariums ab. Gleiches gilt für die Leistung: Durchaus finden sich mittlerweile sogenannte Dircetflow Systeme, die bis zu zwei Liter Osmosewasser binnen einer Minute erzeugen. Der hier höhre Anschaffungspreis rechnet sich des Weiteren sehr schnell wieder, wenn man das so gewonnen Osmosewasser, wie ich es persönlich im Übrigen auch mache, als Trinkwasser nutzt. Hinsichtlich der Ausstattung ist ein zyklisches Spülsystem zu bevorzugen, das automatisch funktioniert. Selbst im Fall von längeren Zeiten des Stillstands der Anlage wird eine Verkeimung der Membran effektiv verhindert. Eine solche auch für Trinkwasser geeignete Directflow Anlage habe ich euch hier ebenfalls noch bei Amazon verlinkt.

Directflow Osmoseanlage