Das Wasser ist neben dem eigentlichen Aquarium und den Fischen eines der wichtigsten Bestandteile für eine gute Haltung der Tiere. Je nachdem, für welche Art von Fischen der Aquarienbesitzer sich entschieden hat, muss das Wasser natürlich auch bestimmt Eigenschaften aufweisen.
Wichtige Eigenschafen von Aquariumwasser
- passender PH-Wert
- passender Sauerstoffgehalt und auch
- passender Grad der Härte
Um diese Werte entsprechend prüfen zu können gehörten Schnellteststreifen oder die ausführlicheren Flüssigtests zur Grundausrüstung eines jeden Aquarianers.
Wasser ist bekanntlich nicht gleich Wasser und viele Aquarianer greifen hierbei gerne zu so genannten Osmose Anlagen, um das Wasser perfekt auf die Bedürfnisse der Fische anzugleichen.
Allerdings kommt seit einiger Zeit auch die Frage auf, ob denn auch destilliertes Wasser für ein Aquarium geeignet ist?
Beim Betrachten der Zusammensetzung von Osmose-Wasser und destilliertem Wasser kann schnell eine gewisse Ähnlichkeit bei der Funktion im Aquarium entdeckt werden, auch wenn beide Arten völlig unterschiedlich hergestellt wurden.
Welche Wasserart für welche Fische geeignet sind
So kann auch destilliertes Wasser eine gute Alternative für Aquarien sein. Dieses sollte aber vorrangig nur dann zur Anwendung kommen, wenn das Wasser aus der Leitung einen sehr hohen Härtegrad aufweist. Das destillierte Wasser macht das Wasser weich. Darüber hinaus sollte dieses auch nur in Verbindung mit Leitungswasser Verwendung finden, welches dann zu gleichen Teilen ins Aquarium gegeben wird.
Benötigen die Fische spezielle Mineralien oder organische Stoffe im Wasser, sollte auf destilliertes Wasser verzichtet werden. Denn in diesem sind weder Salz noch andere Mineralien enthalten.
Für südamerikanische Fische eignen sich Osmose-, Regen- und destilliertes Wasser hervorragend. Mit einem nahezu bei 0° dGH und 0° dKH liegenden Wert finden diese Fische so paradiesische Bedingungen vor.
Zu den Fischen, die hartes Wasser benötigen, gehören unter anderem lebendgebärende Fische wie Mollys oder Guppys. Auch im natürlichen Lebensraum weist das Wasser eine gewisse Armut an Mineralien auf. Einige Flüsse Südamerikas haben nur einen Leitwert, der sich unter 20 µS/cm befindet. Osmose-Wasser weist hier circa 20 bis 30 µS/cm auf. Und Regenwasser liegt sogar mit einem Wert von 60 µS/cm noch wesentlich darüber.
Auf Grund des Härtegrades und seines pH-Wertes ist Leitungswasser in Deutschland sehr gut für das Aquarium geeignet.
Vorteile von Regenwasser im Aquarium
Regenwasser ist zwar nicht sehr sauber und klar. Trotzdem oder gerade deshalb eignet es sich sehr gut für ein Aquarium. Pures Regenwasser bringt zusätzlich eine Vielzahl an Mückenlarven, Wasserflöhe und Kleinstlebewesen mit ins Aquarium Wasser. Dies erweist sich keinesfalls als problematisch. Denn damit ist der Aquarienbesitzer schon einmal im Besitz des perfekten Fischfutters. Es empfiehlt sich, jedoch darauf zu achten, dass keine Larven von Libellen mit in das Aquarium gelangen. Des weiteren muss darauf geachtet werden, dass das Regenwasser nicht mit Kupfer oder ähnliches Metallen, welche für die Aquarienbewohner negative Substanzen im Wasser hinterlassen können, in Berührung kommt.