Damit es mit dem ersten eigenen Aquarium gleich richtig gelingt, ist es wichtig sich im Voraus einige Gedanken zu machen. Im Folgenden führen wir die sicher und Schritt für Schritt durch alle wichtigen Punkte so dass du bald stolz auf dein Aquarium blicken kannst.

Süßwasser- vs. Salzwasseraquarium

Da wir beim ersten Aquarium den Fokus auf legen ein schönes, betreuungsarmes und auch kostengünstiges Aquarium legen, widmen wir uns der Süßwasseraquaristik.

Ein Salzwasseraquarium ist selbstverständlich ebenfalls sehr schön, jedoch deutlich kostenintensiver und schwerer einzufahren, wodurch es sich nicht für den Beginn empfiehlt!

Das Aquarium

Das Aquarium ist natürlich das Herzstück unseres Projektes. Bei der Suche nach eine passenden Aquarium stellen wir jedoch schnell fest, dass es die verschiedensten Aquariengrößen und Formen gibt.

Fluval Flex Nano-Aquarium Komplettset
Spezielles Aquarium mit gebogener Frontscheibe

Die Aquariengröße

Das ideale Einsteigeraquarium sollte rund 80-100 Liter Fassungsvermögen haben. Kleine Aquarien, wie sie oftmals in günstigen Komplettsets zu findenden sind, sehen auf den ersten Blick oftmals ebenfalls verführerisch aus.

Durch das größere Wasservolumen erhalten jedoch wir zum einen ein besseres biologischen Gleichgewicht und auch darüber hinaus auch die Möglichkeit mehr Bewohner, oder auch mal eigenen Nachwuchs im selben Aquarium aufzuziehen.

Die richtige Form

Was die Form des Aquariums betrifft, so steht hier natürlich der eigene Geschmack und ggf. auch die Abstimmung mit der Umgebung im Vordergrund. Gerne möchten wir euch dennoch ein paar Hinweise mitgeben.

Sehr hohe Aquarien

In den letzten Jahren kommen zunehmend sehr schlanke und dafür höhere Aquarien auf den Markt. Diese sehen zwar optisch sehr gut aus, allerdings führt die Form dazu, dass weniger der für die Bakterien wichtigen Bodenfläche vorhanden ist. Wir empfehlen euch daher ein eher typische Aquarienform.

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Gebogene Scheiben

Ein ebenfalls sehr schickes Element sind gebogene Scheiben. Diese Werten den Anblick des Aquariums deutlich auf.

Allerdings bringen sie den Nachteil mit sich, dass Saugnäpfe oder andere Gegenstände wie Aufzuchtbecken sich nicht oder nur sehr schlecht befestigen lassen.

Unser Tipp lautet daher, Aquarien mit einer gebogenen Frontscheibe sind ok, die 3 anderen Seiten sollten allerdings gerade bleiben!

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Der Bodengrund

Der Bodengrund ist nicht nur das Fundament der Pflanzen, er ist zudem auch ein wichtiger Speicher der notwendigen Bakterien und Lebensraum von Aquarienbewohnern wie den Antennenwels (welcher auch als Scheibenputzer bekannt ist), Garnelen, Schnecken und vielen mehr.

Spezielles abgerundeter Aquarienkies mit einer Körnung von 2-3mm ist ein sehr guter Universalbodengrund. Der Kies ist in den verschiedensten Farben erhältlich und schafft somit viel Gestaltungsfreiheit.

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Kiesfarbe

Mit sehr dunklem Kies kommen helle und sehr hellem Kies dunklere Bodenbewohner am besten zu Geltung.

Technik im Aquarium

Damit unserer Aquarium eine geeigneter Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird, müssen wir eine möglichst naturnahe Atmosphäre schaffen. Damit die gelingt benötigen wir ein bisschen Technik.

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Der Aquarium Filter

Der Aquarium Filter besteht aus einer Pumpe und einer Filtereinheit. Die Pumpe fördert hierbei das Wasser durch die Filtereinheit und sorgt zudem dafür, dass es im Becken immer etwas Strömung und somit keine abgestandenen Ecken gibt.

In einer gut eingefahrenen Filtereinheit (hierzu erfährst du später mehr) befinden sich nützliche Bakterien, welche das Wasser wiederaufbereiten. Damit das alles einwandfrei funktioniert sollte der Aquarienfilter das komplette Wasser rund 3-4x in der Stunde umwälzen.

Funktion Aquarium Außenfilter

Filterarten

Grundsätzlich gibt es 2 Arten von Aquarienfiltern, wobei der Unterschied am Montageort liegt. So gibt es Innenfilter, welche sich im Aquarium befinden sowie auch Außenfilter, welche neben dem Aquarium platziert werden.

Da die Außenfilter größer gebaut werden können, ohne dem Aquarium Lebensraum zu nehmen, verfügen sie in der Regel über ein größeres Filtervolumen.

Die Innenfilter haben allerdings den großen Vorteil dass sie keine Verbindung zur Außenwelt haben, wodurch auch keine Leckagen entstehen können. Ebenso benötigt ihr beim Innenfilter keinen separaten Platz neben dem Aquarium.

Da sich beide Filterarten für euer Aquarium eigenen, könnt ihr hier frei auswählen was euch besser gefällt.

Heizung

Um eine passende Atmosphäre herzustellen muss das Wasser jedoch nicht nur gefiltert sondern auch richtig temperiert werden. Hierbei kommt die Aquarienheizung ist Spiel.

Die einfachste und gewöhnlichste Heizungsart ist hierbei der Heizstab. Dieser wird im Aquarium in einer Ecke mit guter Wasserumwälzung angebracht. An der Oberseite des Heizstabes befindet sich zudem eine Einstellrad, mit welchem ihr die Soll-Temperature vorgebt.

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Damit ihr später wisst welche Temperatur ihr tatsächlich im Becken habt und diese auch überwachen könnt, benötigt ihr zusätzlich noch ein Unterwasserthermometer.

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Die richtige Wassertemperatur

Die eingestellte Wassertemperatur sollte in der Regel zwischen 24 und 26º Celsius liegen. Hierbei gilt allerdings etwas Vorsicht, da es auch Aquarienbewohner gibt, welche eine andere Temperatur benötigen! Welche Temperatur die jeweiligen Bewohner benötigen findet ihr in unserer jeweiligen Rassevorstellung.

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Einrichten des Aquariums

Nachdem wir nun die wichtigsten Bestandteile beisammen haben, können wir mit der Einrichtung des Aquarium beginnen. Hierfür gilt es zuerst einen geeigneten Platz zu finden, dabei sollten wir folgende Punkte beachten:

  • Keine direkte Sonneneinstrahlung (dies würde zu Algenbildung führen)
  • Ebener und stabiler Grund
  • ggf. Platz für einen Außenfilter
  • Zugang zu einer Steckdose
  • Allgemein gut zugängig (Wasserwechsel etc.)

Aufbau des Beckens

Bevor wir das Aquarium aufstellen können benötigen wir noch eine passende EPDM-Unterlage. Diese gleicht kleiner Unebenheiten aus, wodurch sich die Belastung auf das Glas besser verteilt.

Darüber hinaus stellt sie auch eine gute Isolationsschicht her, so dass die Wärme des Aquariums nicht nach unten entweichen kann.

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Erste Reinigung

Damit keine unnötigen Verschmutzungen ins neue Aquarium kommen ist es sehr wichtig das Becken, den Heizstab, den Filter und insbesondere auch den Bodengrund ordentlich mit Wasser zu spülen!

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Auswaschen von Aquarienkies

Befüllen des Aquariums

Nach der Reinigung geht es wirklich zur Sache. Nun kann das Aquarium auf seinen neuen Platz gestellt und mit dem Bodengrund befüllt werden.

Bodengrund auswaschen
Bodengrund einfüllen

Anschließend wird noch der Heizstab und der Aquarium Filter eingebaut und das Becken mit Wasser gefüllt und die Technik aktiviert.

Sauberer Start

Da sich nach dem ersten Befüllen trotz der Vorreinigung meist noch einiges an Dreck löst, empfiehlt es sich an den ersten beiden Tagen je 2/3 des Wassers zu wechseln und anschließend den Filter zu reinigen!

Deko fürs Aquarium

Die Deko ist im Aquarium nicht nur für das Aussehen verantwortlich. Oftmals bilden Höhlen auch einen wichtigen Unterschlupf für die Aquarienbewohner. Damit sich die Tiere später wohlfühlen, solltet ihrer 1-2 große bzw. 2-3 kleinere Höhlen in eurem Aquarium haben.

Einzug der Pflanzen

Inzwischen sollte das Wasser im Aquarium sehr klar sein, so dass wir mit den ersten Pflanzen starten können. Um ein biologisches Gleichgewicht im Aquarium und insbesondere auch im Filter herzustellen braucht es allerdings noch etwas Zeit. Um das Einfahren zu erleichtern, empfiehlt es sich gerade zu Beginn robuste und schnellwachsende Pflanzen einzusetzen.

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Damit sich die notwendigen Bakterien möglichst schnell bilden, sollte zusätzlich auch noch ein Bakterien-Starterset mit ins Wasser gegeben werden. Diese Bakterien siedeln sich schnell an, so dass die Vermehrung deutlich beschleunigt wird. Trotz der Starthilfe sollte das Aquarium nun 3-4 Wochen in diesem Zustand zeit bekommen um sich vernünftig einzulaufen.

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Starterbakterien

Einzug der ersten Bewohner

Nach 3-4 Wochen hat sich das biologische Gleichgewicht im Aquarium eingestellt und wir können mit dem Besatz der ersten Aquarienbewohner beginnen. Da die Auswahl der Tiere viel vom eigenen Geschmack abhängt ist eine direkte Empfehlung etwas schwieriger. Dennoch zeigen wir euch im folgenden einige passende und einfach zu haltende Aquarienbewohner auf.

Seit ihr noch auf der Suche nach weiteren Tieren, so werdet ihr euch unsere großen Vorstellung der verschiedensten Bewohner fündig.

Wartung und Pflege

Wasserwechsel

Nachdem das Aquarium nun komplett ist, wollen wir uns noch ansehen wie wir das Aquarium in diesem guten Zustand halten können. Das wichtigste Element des Aquarium ist natürlich das Wasser. Trotz der ständigeren Reinigung durch unseren Filter ist es notwendig das Wasser immer wieder teilweise zu ersetzen um somit Abfallstoffe wie das Nitrit zu entfernen.

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Der ideale Wasserwechselinterval lässt sich am besten mit Hilfe einer Wasseranalyse feststellen. Wie ihr das genau macht erfahrt ihr im Bereich Teilwasserwechsel.

Tipp:

In einen normal besetzen Aquarium mit ausreichender Bepflanzung sollte als Richtwert alle 2 Wochen 30% des Wassers gewechselt werden.

Filter reinigen

Auch der Aquariumfilter benötigt immer wieder eine Reinigung. Hierbei geht es darum Verschmutzungen aus den Filterelementen zu entfernen und somit die notwendige Durchlaufleistung aufrecht zu erhalten. Wichtig dabei ist allerdings, dass nicht zu gründlich gereinigt wird um die notwendigen Bakterien im Filter zu erhalten!

Wie ihr den Filter richtig reinigt erfahrt ihr im Bereich Aquariumfilter reinigen.

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Hilfreiche Hilfsmittel

Damit die Freude am Aquarium immer im Vordergrund bleibt gibt es glücklicherweiße einige Hilfsmittel. Im folgenden stellen wir euch daher noch die sinnvollsten Hilfsmittel für euren Start vor.

Mulmsauger

Ein Mulmsauger ist eine Art Staubsauger für den Bodengrund. Der Einsatz des Saugers ist wichtig, da er sowohl die Ausscheidungen wie auch Futterreste aus dem Bodengrund entfernt und somit eine giftige Zersetzung dieser verhindert.

Grundsätzlich gibt es dabei 2 Arten von Mulmsaugern, die erste Art verwenden wir während des Wasserwechsels wobei der Sog des auslaufenden Wassers die benötigte Saugkraft erzeugt.

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Die hochwertigeren Mulmsauger verfügen über eine Pumpe, wodurch sie dem Aquarium kein Wasser entnehmen und daher jederzeit eingesetzt werden können.

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Scheibenreiniger

Spätestens nach einigen Wochen werdet ihr einen grünlichen Belag auf eurer Aquariumscheibe feststellen. Dieser kommt häufig vor und ist auch nicht weiter schlimm, solange ihr ihn regelmäßig entfernt. Damit ihr hierfür nicht immer ins Aquarium greifen müsst gibt es spezielle Scheibenreiniger, mit welchen ihr die Scheibe jederzeit einfach reinigen könnt.

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JBL schwimmender Scheibenmagnet

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