Allgemeines

Wenn attraktive Garnelen im Aquarium krabbeln, die noch dazu recht anspruchslos und pflegeleicht sind, also sogenannte Anfängergarnelen, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um Garnelen der Gattung Neocaridina.

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Red Fire Garnele

Zu den Schönheiten aus der großen, vielschichtigen Garnelenwelt zählen zum Beispiel die bekannten Red Fire Garnelen und die Sakura Garnelen, die mit ihrer besonderen Farbgebung faszinieren. Aber auch die Bloody Mary Garnele begeistert immer mehr Aquarianer und stammt genauso wie die hübsche Green Jade Garnele aus der großen Familie der Neocaridina.

Neocaridina Garnelen im Kurzporträt

Neocaridina, Caridina, Gattungen, Familie, Unterarten, wissenschaftliche Namen und Variationen, all das kann besonders Neueinsteiger in die Aquaristik ganz schön verwirren. Und warum kann man sich nicht einfach an den hübschen Garnelen erfreuen, anstatt sich mit Bezeichnungen und Einteilungen zu beschäftigen?

Ganz einfach, weil es je nach Gattung und Art Unterschiede in der Haltung, Pflege und Ernährung gibt und für jeden Aquarianer die perfekte Haltung oberste Priorität hat.

Früher war die Einteilung weitaus komplizierter. Die Tiere wurden nicht nur nach ihrem Namen und Ihrem Lebensraum eingeteilt, sondern sie bekamen noch sehr lange lateinische Namen und oft sogar noch einen Volksnamen.

Das System wurde zum Glück deutlich vereinfacht und heute bezeichnet der Begriff Neocaridina jene Garnelen, die zur Familie der Süßwassergarnelen gehören.

Die durchschnittliche Körpergröße beträgt 1,5 bis 2,5 Zentimeter, wobei die weiblichen Garnelen etwas größer und kompakter sind. In der farbenprächtigen Welt der Zwerggarnelen gibt es natürlich auch Ausnahmen und so können einige Garnelen durchaus 3 bis 3,5 Zentimeter groß werden.

Die Haltung im Aquarium

Neocaridina Garnelen sind interessante Aquariumbewohner, die nicht so hohe Anforderungen an die Wasserparameter, wie beispielsweise die Garnelen der Gattung Caridina, stellen.

Dennoch muss die Anschaffung und Haltung vor allem bei Aquaristikneulingen gut überlegt werden, denn selbst die anspruchslosen und relativ pflegeleichten Neocaridina Garnelen brauchen etwas Fachwissen und Pflege, wenn man ihnen ein artgerechtes Aquarium bieten möchte.

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Bloody Mary Garnele im Moos

Wie alle anderen Zwerggarnelen auch lieben sie eine dichte Bepflanzung aus Moosen und feinfiedrigen Wasserpflanzen. Nicht nur um sich verstecken zu können, sondern die kleinen Tierchen weiden die Pflanzen leidenschaftlich ab, denn es bleibt immer etwas Nahrung in den Pflanzen hängen.

Der Nachwuchs liebt ebenfalls Pflanzen und Moos. Dort können sie geschützt und ungestört zu prächtigen Garnelen heranwachsen.

Feiner Garnelenkies als Bodensubstrat und zusätzliche Versteckmöglichkeiten in Form von Steinen, Wurzeln oder Höhlen machen das Aquarium für Neocaridina perfekt.

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Die Wasserwerte

Wer den prächtigen Tierchen eine Freude machen möchte, sorgt für etwas härteres Wasser. Der pH-Wert sollte in einem Bereich von 6 bis 8,5 gehalten werden. Eine Gesamthärte bis 30°dGH ist kein Problem, weil viele Vertreter der Neocaridina in ihrer Heimat im Brackwasser leben. Optimal ist eine Karbonhärte von 2 bis 16°dKH.

An die Wassertemperatur werden auch keine besonderen Ansprüche gestellt. Die Garnelen fühlen sich bei Werten zwischen 18 und 25 Grad Celsius wohl. Temperaturschwankungen werden toleriert, aber eine zu niedrige Temperatur führt unweigerlich zu einem Vermehrungsstopp. Höhere Temperaturen bis 30 Grad Celsius werden zwar gut vertragen, aber nur bei ausreichender Sauerstoffversorgung.

Zu weiches Wasser

Ist das Wasser zu weich, können tödliche Häutungsprobleme auftreten.

Die Fortpflanzung

Die Zucht der Neocaridina ist einfach. Es ist auch kein zweites Aquarium erforderlich, die Jungtiere können bei den adulten Garnelen bleiben. Sie haben von den Elterntieren nichts zu befürchten, sehr wohl aber von Fischen, die sich über die Abwechslung am Speiseplan freuen.

Die Garnelen gehören den spezialisierten Fortpflanzungstyp an und deshalb tragen die weiblichen Garnelen große, dafür jedoch wenige, Eier mit sich herum, um die sie sich aufopfernd kümmern. Die Eier werden mit Sorgfalt umgelagert und immer mit frischem Wasser umspült. So verfilzen die Eier nicht und der Nachwuchs kann sich gut entwickeln.

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White Pearl Zwerggarnele mit Eiern

Bevor sich das Weibchen aber um die Eier kümmern kann, muss sie sich häuten. Nur nach der Häutung ist die Garnele, einfach ausgedrückt, weich genug, damit die Eier vom Eifleck im Nacken zu den Schwimmbeinen gelangen können.

Ernährung und Futter
Neocaridina Garnelen sind der Putztrupp im Aquarium. Fleißige Arbeiter, die das Becken sauber halten. Sie ernähren sich mit Vorliebe von totem organischem Material. Dazu zählen abgestorbene Pflanzenteile, aber auch tote Tiere.

Die Wasserbewohner sind außerdem sehr sozial und extrem neugierig. Das merkt der Aquarianer daran, dass die Garnelen im Gesellschaftsbecken sogar hinter den Fischen aufräumen und sich zum Beispiel für einen neuen Stein oder eine neue Wurzel begeistern können, weil sie fast alles im Aquarium spannend finden.

Gerne gefressen wird Garnelenfutter und braunes Herbstlaub. Aber auch zu Kürbis, Löwenzahn oder zu einem Stückchen Zucchini sagen die Neocaridina Garnelen nicht Nein.

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Die Vergesellschaftung

Die intensiven Farben der Garnelen kommen im Artbecken mit einem dunklen Bodensubstrat am besten zur Geltung.

Neocaridina Garnelen können aber bei entsprechender Größe des Beckens mit anderen Wasserbewohnern vergesellschaftet werden. Den kleinen Krabblern ist es nämlich vollkommen egal, ob sie Mitbewohner haben oder nicht.

Sie harmonieren mit Schnecken und friedliebenden Fischen, vorausgesetzt die Schuppenträger sehen in den Garnelen keine willkommene Bereicherung des Speiseplans.

Erkrankungen

Arttypische Erkrankungen sind nicht bekannt. Im Gegenteil, die Garnelen sind sehr robust. Mangelnde Hygiene im Aquarium begünstigt jedoch Infektionen, die zu schweren Krankheiten und zum Tod der Tiere führen.

Umso wichtiger ist der regelmäßige Wasserwechsel. Bei optimalen Haltungsbedingungen werden die Tierchen zwei Jahre alt.

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Die kleinen Unterwasserbewohner können online bestellt werden. Sie sind nicht empfindlich und überstehen den Transportweg ohne Beeinträchtigungen. Werden die Garnelen in der kalten Jahreszeit mit Heatpacks versendet, können sie ganzjährig auf die Reise geschickt werden.

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Expertentipp

Spezieller Garnelenkies gibt keine Schadstoffe an das Aquariumwasser ab. Trotzdem wird ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von rund 40 Prozent empfohlen, damit Abfallstoffe entsorgt werden.

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